Die Geschichte

 

Wir Freimaurer in Ansbach haben eine lange und spannende Geschichte. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind unsere Pfeiler.

1758
Logengründung am 13. Mai 1758 durch Großmeister Markgraf Alexander mit dem Namen „Zu den drei Sternen“ im Haus des Weinschenks Beisbarth. Patenloge „Zur Sonne“ in Bayreuth.
Gründungshaus der Loge (Zeichnung: Petra Weinmann). Es war das Haus des damaligen Weinschenks Beisbarth in der Judengasse (heutige Platenstraße). Die Zusammenkünfte der Loge fanden dann im dritten Stockwerk des markgräflichen Schlosses statt.
 
1778

Annahme der Konstitution der Großloge der „Drei Weltkugeln“ unter Anschluss an die gesamten Vereinigten Logen in Deutschland. Am 15. Januar wird die Loge unter dem Namen „Alexander zu den drei Sternen“ zur Direktorial-Mutterloge „Anarcharsis zum erhabenen Zweck“ in Ansbach für Franken erklärt. Markgraf Alexander wird nach Niederlegung seines Großmeisteramtes zum Protektor der Loge ausgerufen. Ihr unterstanden die Logen „Zu den drei Kellen“ in Marktsteft, „Libanon zu den drei Cedern“ in Erlangen und „Joseph zur Einigkeit“ in Nürnberg.

1799

Die „National-Loge zu den drei Weltkugeln“ in Berlin erhebt die Ansbacher Loge wiederum zur Provinzial-Mutterloge. Die Nationalloge erkennt mit Urkunde vom 14. Dezember 1799 als Tochterloge an.

1800

Die Aktivität der Loge zeigt ein Tätigkeitsbericht über die Zeit vom 19. Juli 1800 bis 25. Juni 1807: In dieser Zeit traten 39 Brr. aus anderen Logen bei, 17 vorgeschlagene Personen wurden abgewiesen, 52 wurden aufgenommen, 57 Brr. in den zweiten Grad befördert, 47 in den Meistergrad erhoben. Proskribiert und ausgestoßen wurde ein Bruder, auf wenige Monate suspendiert drei Brüder. In den drei Johannisgraden wurden in sieben Jahren 207 Logen abgehalten: 97 Lehrlingslogen, 39 Gesellenlogen, 64 Meisterlogen, 7 Trauerlogen.

1806

Durch Übergang Ansbachs durch napoleonischen Spruch an die Krone Bayerns im Jahr 1806 und die damit verbundene Knebelung der Glaubens- und Gewissensfreiheit wurde durch königlichen Bescheid vom 20. Januar 1808 die Arbeit der Loge unter Kuratell gestellt. Staatsdiener durften nicht mehr Mitglied sein, ebenso Beamte des Kirchendienstes und Studierende. Danach wurde das Mitgliedsverbot noch weiter ausgedehnt auf Bürgermeister, Magistratsräte, Schullehrer und „alle Quieszenten“.

1834

Aufgrund der staatlichen Beeinträchtigungen legt Johann Christian Michael Hollenbach, Zeichenlehrer am Gymnasium, in der Johannisrede den Hammer nieder; die Loge wird aufgelöst.

1878

Erst in den 70er und 80er Jahren kam die Königliche Kunst auch in Ansbach wieder zu neuer Blüte. Am 17. Oktober 1878 erfolgt die Gründung des Freimaurerclubs „Alexander zu den drei Sternen“ unter dem Schutz der Loge „Libanon zu den drei Cedern“ in Erlangen.

1907

Unter dem Schutz der Erlanger Loge gründet sich am 9. Dezember 1907 die „Freie Vereinigung der Brr. Ansbach und Umgebung“. Daraus entwickelt sich unter dem Schutz der Loge „Joseph zur Einigkeit“ in Nürnberg das Kränzchen „Alexander zu den drei Sternen“, das am 23. Februar 1913 eingesetzt wird.

1928

Rekonstituierung als gerechte und vollkommene Bauhütte „Alexander zu den drei Sternen“ durch die Großloge von Preußen, genannt „Zur Freundschaft“.

Im Jahr 1928 wurde das Logenhaus in der Welserstraße 6 eingeweiht. Doch schon wenige Jahre später beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Gebäude. Es wurde an die Evangelisch-Lutherische Kirche Bayern verkauft.

 

1933

Zwang zur Selbstauflösung der Loge im Deutschen Reich durch Reichsverordnung. Im Zuge dieser Vorgänge wird das Logenvermögen 1934 von der NSDAP beschlagnahmt und das Logenhaus schließlich an die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern verkauft. Es dient heute als Amtssitz und Wohnung des Regionalbischofs.

1945

Die Fühlungnahme der Brr. untereinander hatte in der NS-Zeit nie aufgehört. Die Hoffnung, nach dem Kriegsende wieder frei an die Arbeit gehen zu können, zerschlugen sich. Die US-Militärregierung antwortete auf einen Antrag zur Wiedererrichtung der Freimaurerloge in Ansbach mit Schreiben vom 12. Dezember 1945, es seien „keine Zusammenkünfte geheimer Natur in der amerikanischen Besatzungszone zugelassen“. Und weiter: „Der freimaurerische Bund ist als Geheimorganisation anzusehen, deren Zusammenkünfte nicht gestattet werden können.“

1946

Das Bayerische Innenministerium genehmigt am 7. Dezember 1946 die Gründung von Logen. Die Richtlinien dazu werden allerdings erst im April 1947 bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nahmen in Bayern 14 Logen ihre Tätigkeit wieder auf.

1947

Am 11. Mai wird in Ansbach die Wiedergründung der Freimaurerloge „Alexander zu den drei Sternen“ vollzogen. Ihr gehören 19 Brr. an.

1948

Die Großloge von Bayern wird am 21. Januar 1948 von der amerikanischen Militärregierung lizensiert – ein Wiedererstehen 207 Jahre nach ihrer Gründung. Am 14. November erfolgt die Wiedereröffnung der Loge in Anwesenheit von Großmeister Br. (Dr.) Theodor Vogel. Erster Meister vom Stuhl wird Br. Max Wahnschafft, der die Loge schon bis 1934 geleitet hatte.

1958

Feier des 200. Geburtstags der Loge.

1959

Einweihung des neuen Logenhauses in der Cronegkstraße am Johannisfest.

1973

Auf Initiative des Meisters vom Stuhl, Br. Hans Grabs, in Zusammenarbeit mit dem Freimaurerischen Hilfswerk wird ein Grundstück zum Preis von 58.500 DM zur Errichtung einer Behindertenwerkstätte mit 200 Arbeitsplätzen in Ansbach-Brodswinden gekauft. An dem 5,5-Millionen-Mark-Projekt sind die Gesellschaft Lebenshilfe e.V., der Freistaat Bayern, das Landesarbeitsamt Nordbayern, die Regierung von Mittelfranken sowie die Stadt und der Landkreis Ansbach mit Zuschüssen beteiligt. Die Grundsteinlegung ist am 19. Mai 1973.
Am 10. November 1973 Festarbeit zum 215. Gründungstag und dem 25. Jahrestag der Wiedergründung der Loge.

1975

Die Behindertenwerkstätte der Lebenshilfe e.V. wird im Mai bezogen und im Juni eingeweiht.

1981

Am 5. September in Herrieden Grundsteinlegung und Baubeginn für ein Behindertenwohnheim mit 40 Plätzen für die „Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V.“ – das Grundstück wurde von der Ansbacher Loge und der Bruderhilfe München für 22.300 DM gekauft.

1983

Übergabe des fertiggestellten Wohnheims am 10. September. 23.-25. September Jubiläumsfeiern zur Erinnerung an die Gründung der Loge „Alexander zu den drei Sternen“ vor 225 Jahren.

Gründung der Loge „Light of the Three Stars“ (American Canadian Grand Lodge) die ab 2002 im Logenhaus arbeitet.

„Light of the Three Stars“ (American Canadian Grand Lodge)

 

2002

Umgestaltungen im Innenbereich.
Neben der Loge „Alexander zu den drei Sternen“ arbeiten im Haus die Loge „Zu den 3 Türmen“ i.Or. Rothenburg-Dinkelsbühl (A.F.u.A.M.v.D.) und die Loge „Light of the Three Stars“ (American Canadian Grand Lodge).

Erkenne Dich Selbst – Steinmetzarbeit von Reinhard Vogel

2004

Sanierung der Außenfassade des Logenhauses: Ein Steinbildhauer und Bruder ersetzt einen colorierten Sonnenengel aus brüchigem Stuck durch eine Steinmetzarbeit aus Sandstein. In das Sims über dem Erdgeschoß graviert er einen Schriftzug mit freimaurerischen Inhalten und Symbolen.

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